Samstag, 27. April 2019

Impressionen von der Pflanzenbörse 2019

Seit mehreren Jahrzehnten organisiert der BUND-Ortsverband Nidderau jedes Frühjahr eine Pflanzenbörse. Auch am Samstag, den 27. April 2019, beteiligten sich wieder viele Natur- und Gartenbegeisterte. Hier ein paar Eindrücke vom Angebot am BUND-Stand.

Der BUND veranstaltet jedes Jahr auf dem Windecker Marktplatz seine Pflanzenbörse.
Der Stand des Ortsverbands Nidderau des BUND.
Interessierte können sich auch über die Arbeit des BUND informieren.

Pflanzen warten auf ein neues Zuhause.

Gartenfreundinnen und -freunde tauschen Pflanzen untereinander oder geben sie für wenig Geld weiter.

Die Pflanzenbörse ist längst zu einer geschätzten Tradition geworden.

Mittwoch, 24. April 2019

BUND: Chancen für den Nidderauer Kommunalwald nutzen

Einen naturnäheren Wald und die Eigenbeförsterung des Kommunalwaldes fordert der Ortsverband Nidderau des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Politik sei auf gutem Weg, meint der Umweltverband.

Quelle: pixabay.com
 
"In den letzten Jahren hat sich manches getan im Wald von Nidderau. Ganz im Sinne des BUND Nidderau wurden acht Prozent des Stadt- und Bürgerwaldes als Naturwaldflächen ausgewiesen", erklärt Helmut Gockert, Waldexperte des BUND in Nidderau. "Diese Bereiche werden nicht mehr für die ‚Holzernte‘ genutzt und dienen anderen bedeutenden Gemeinwohlfunktionen."

Naturwälder speichern Trinkwasser, reinigen die Luft, schützen vor Überschwemmungen und sorgen für angenehme Temperaturen, besonders in heißen Sommern. Sie bieten tausenden von Tieren, Pflanzen und Pilzen eine Heimat und sind für Menschen Orte der Erholung. Untersuchungen belegen die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen beim Aufenthalt im Wald. In Japan spricht man von "Waldbaden".

Gockert führt aus: "Auch ökonomisch haben sich die Naturwaldflächen bewährt. Als Ausgleichsflächen haben sie einen Wert von ca. 7.000.000 Ökopunkte, was nach der neuen Kompensationsverordnung von 2018 einem Gesamtwert von ungefähr 4,4 Millionen Euro entspricht. Dieser Betrag ist durch die herkömmliche Waldbewirtschaftung in einer Zeit von 30 Jahren nicht zu erreichen. Wichtig aber ist, dass diese positive Entwicklung nicht durch eine Übernutzung der restlichen 92 Prozent der Bestände gefährdet wird. Auch diese sollen für die genannten Gemeinwohlfunktionen eine erheblichen Beitrag leisten."

An Ende dieses Jahres läuft der Vertrag mit Hessen Forst zur Bewirtschaftung des Kommunalwaldes aus. Bereits bekannte Gründe für die Kündigung waren die enormen Kostensteigerung durch Hessen Forst, die auf die Stadt zukommen und das Verbot für Hessen Forst, die Holzverkäufe durchzuführen.

In einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten werden im Vergleich der zukünftigen Möglichkeiten die Eigenbeförsterung durch die Kommune - bei Bedarf ergänzt durch externe Dienstleister - empfohlen. Es wurde festgestellt, dass geeignetes Fachpersonal bereits vorhanden sei.

"Vorteilhaft wäre, dass nicht mehr Grundgebühren für die Gesamtfläche bei der Bewirtschaftung anfallen, vielmehr könnten die notwendigen Arbeiten flexibel dem Bedarf entsprechend durchgeführt werden. Es müssten auch nicht mehr Gewinne für die Dienstleister erwirtschaftet werden, was bedeutet, der Holzeinschlag könnte verringert werden. Es könnte zu einem Ausgleich der auf fast ausschließlich ökonomischen Gesichtspunkten betriebene Bewirtschaftung  mit den lebensnotwendigen anderen Gemeinwohlfunktionen führen. Der Wald wäre nicht überwiegend 'Holzacker'", so Gockert.

"Ein erstrebenswertes Ziel könnte ein naturnäherer Wald mit verschiedenen standortgerechten Baumarten und unterschiedlichen Altersklassen sein. Um dies auf den Weg zu bringen, ist die Eigenbeförsterung die am besten geeignete Maßnahme. Alle Entscheidungen des Waldeigentümers könnten direkt umgesetzt werden – Eigeninteressen und Gewinnstreben von Dienstleistern wären nicht mehr vorhanden", erläutert Gockert die BUND-Position.

"Folge davon könnte sein, dass Nidderau einen qualitativ hochwertigeren naturnahen Bereich der Bevölkerung anbieten kann, der auch das Wohl künftiger Generationen im Blick hat. Die Stadt würde auch einen positiven Beitrag zur Bekämpfung der Klimaveränderung leisten", gibt Gockert zu bedenken.

Samstag, 6. April 2019

Nächstes Monatstreffen am 9. April

Das nächste Monatstreffen des Ortsverbands Nidderau des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) findet am Dienstag, den 9. April 2019, um 20 Uhr im Landgasthaus Carolus in Windecken (Friedrich-Ebert-Straße 6) statt. Interessentinnen und Interessenten sind wie immer herzlich willkommen.

Donnerstag, 4. April 2019

Kräuterwanderung in Nidderau



Heilkräuter sind Pflanzen, die uns nützen und uns erfreuen. Viele von ihnen wachsen in unseren Wäldern, auf unseren Wiesen oder am Wegrand. Die durch eine schöne Blüte oder durch besondere Wuchsform auffallenden kennen wir, ohne ihre Heilwirkung zu nutzen. Einige sind aber auch so unscheinbar, dass wir sie gerne übersehen.
 
Rund zwei Stunden dauert die Kräuterwanderung, bei der die Teilnehmer aus fachkundigem Mund nicht nur erfahren, was auf heimischen Wiesen wächst, sondern auch, wie Sauerampfer und Co. unseren Speisezettel ergänzen und wie wir ihre Heilkräfte für uns nutzen können. 

Veranstaltet wird der Rundgang vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) - Ortsverband Nidderau am Sonntag, den 05. Mai 2019, um 10 Uhr. Treffpunkt ist diesmal der Angelteich in Erbstadt (ca. 400 m hinter der Kläranlage).

Alle naturkundlich interessierten Mitbürger und Mitbürgerinnen sind herzlich eingeladen. Wetterfeste Schuhe werden empfohlen. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden werden gerne entgegengenommen.


Pflanzenbörse des BUND Nidderau


Wohin mit überzähligen oder zu groß gewordenen Pflanzen? Diese Frage stellt sich jährlich im Frühjahr jede Hobbygärtnerin und jeder Hobbygärtner.

Wenn Freunde und Nachbarn versorgt sind, landet so manches Grünzeug auf dem Kompost oder in der Biotonne. Dabei könnten noch viele Stauden, Büsche, Zimmerpflanzen, Gemüsesetzlinge, Küchenkräuter, Wasserpflanzen, Samen, Zwiebeln, und so weiter andere Gartennutzer oder Blumenkastenbesitzer und deren Passanten erfreuen.

Aus diesem Grund veranstaltet der Ortsverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Nidderau am Samstag, den 27. April 2019, von 10 bis 12 Uhr seine jährliche Pflanzenbörse auf dem Marktplatz in Windecken. Der Ablauf ist ähnlich wie bei einem Flohmarkt. Die Teilnahme steht jedem offen und ist kostenlos, mitzubringen wäre nach Möglichkeit ein Tisch. Als sinnvoll hat es sich erwiesen, die abzugebenden Zier- und Nutzpflanzen zu beschriften.