Freitag, 23. September 2011

BUND befremdet über neue Entwicklung zur neuen Stadtmitte


Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist über die Verlautbarung von Bürgermeister Schultheiß zum wettbewerblichen Dialog (WeDi) über die neue Stadtmitte erstaunt. Aus dem Rathaus heißt es, das niederländische Unternehmen Ten Brinke bleibe als einziger Bieter im Rennen.

Der wettbewerbliche Dialog in Nidderau scheint damit gescheitert zu sein. So steht nach den Ten-Brinke-Plänen ein Großparkplatz mit 300 Stellplätzen in der neuen Stadtmitte. Ein solcher Platz stiftet keine Identität und schafft kein neues Zentrum, sondern zementiert ein Verkehrskonzept von vorgestern. Das geplante „Landmark-Gebäude“ sitzt wie ein schwerer Betonklotzes inmitten des Areals und lässt jede innovative Idee zum ökologischen und energieeffizienten Bauen vermissen.

Auch ein überzeugendes Konzept zur Energieversorgung vermisst der BUND. Nach den auf der Homepage der Stadt einsehbaren Informationen will Ten Brinke ein Blockheizkraftwerk bauen lassen, das durch "regenerative Energien wie Solarthermie für die Grundlastausnutzung" betrieben werden soll. Hackschnitzel sollen zur Abdeckung der Spitzenlast dienen. Dabei zeichnet sich ein Blockheizkraftwerk gerade dadurch aus, dass es sowohl Strom als auch Wärme erzeugt, durch Solarthermie wird aber nur Wärme gewonnen. Das ganze Konzept scheint überhaupt nicht durchdacht zu sein.

Nach den vorliegenden Plänen würden so auf viele Jahrzehnte hin die Weichen für eine nicht zukunftweisende Stadtentwicklung gestellt. Der Imageschaden und die Folgekosten wären immens und stellten möglicherweise selbst die eventuell aufkommenden Schadensersatzforderungen in den Schatten. Ein angekündigter Lenkungsausschuss könnte nur einvernehmlich kosmetische Korrekturen vornehmen.

Leider wurde der BUND nur zu den beiden letzten Stadtverordnetensitzungen als Beirat hinzugezogen. Die ausführlichen Unterlagen zum wettbewerblichen Dialog wurden dem BUND nicht zugänglich gemacht.

Sonntag, 11. September 2011

BUND in Beirat zur "Neuen Mitte" aufgenommen


Ein Vertreter des BUND nimmt an den letzten beiden Beiratssitzungen zum wettbewerblichen Dialog über die neue Nidderauer Stadtmitte vor der geplanten endgültigen Entscheidung für einen Bieterentwurf teil. Der Umweltverband hat so die Gelegenheit, sich beratend in die Erarbeitung ökologischer Konzepte einzubringen. Kernfragen betreffen die Energieversorgung, das erhöhte Verkehrsaufkommen sowie die Entwässerung.

Der Beirat setzt sich zusammen aus Vertretern von Kirchen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Arbeitskreisen und politischen Verwaltungen sowie den Fraktionsvorsitzenden des Stadtparlaments. Das erste Mal tagte das Gremium im April 2010. Damals war der BUND noch nicht eingeladen. Auf eine nachträgliche Aufnahme in den Beirat hatten sich Bündnis 90/Die Grünen und die SPD in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt. Die Stadtverordnetenversammlung bestätigte diesen Beschluss.

Die erste Beiratssitzung mit Beteiligung des BUND fand am 12. August statt, der nächste Termin ist für den 17. September vorgesehen. Das Verfahren des wettbewerblichen Dialogs verlangt von den Beiratsmitgliedern Vertraulichkeit bezüglich der Inhalte der Verhandlungen. Diese Verpflichtung gilt auch für den Delegierten des Nidderauer BUND. Die Vorschläge der Bieter Ten Brinke und GIU/Astoc/Heberger für eine neue Stadtmitte sind jedoch auf der Website der Stadt Nidderau einsehbar. Der Nidderauer BUND-Vorsitzende Manfred Holzapfel hatte sich im September 2010 kritisch zu den vorliegenden Entwürfen geäußert.

Nächstes Monatstreffen am 11. Oktober


Unser nächstes Monatstreffen findet am Dienstag, 11. Oktober 2011, um 19.30 Uhr im Landgasthaus Carolus in Windecken statt. Interessentinnen und Interessenten sind herzlich willkommen! Das Monatstreffen im September fällt aus.